Silvester
31 Dezember 2007
Heute alles vorläufig mein erstes und letztes Silvester in Frankreich. Ich war wirklich gespannt, wie die Franzosen so Silvester feiern und war dann ein bisschen überrascht, wie sehr es sich doch vom Deutschen unterscheidet.
Am Vormittag habe ich mit Francoise noch schnell ein paar Einkäufe erledigt und bin mit ihr durch “Casino” gerannt. Es war schrecklich viel los und meistens habe ich Francoise aus den Augen verloren, die irre schnell durch die Gänge wuselte. Dabei habe ich gleich dazu gelert, dass Franzosen nie ihren Einkaufswagen mitnehmen. Sie stellen ihn einfach an einer Stelle ab ( meistens an der Allerungünsitgsten) und können dann um so schneller durch die Regalreihen flitzen. Am Nachmittag dann, habe ich Francoise bei der Essenvorbereitung geholfen, Cremes angerührt, Kartoffeln geschält, in Töpfe mit Schulküchengröße umgerührt, Francoise getröstet, Oliven geteilt etc. Zum Fest würden dann Regine und Didier kommen und deshalb haben Blanche und ich uns später noch ein bisschen schön gemacht. Na ja, wollen wir Mal ehrlich sein, wir haben uns heraus geputzt als würden wir auf eine Hochzeit gehen oder wären bei Sarkozy perönlich zu Silvester eingeladen. Natürlich standen im Mittelpunkt unseres Outfits, als großes Bonbon sozusagen, die roten Schuhe. Ich trug dazu eine schwarze Hose und ein schawrzes T-Shirt. Die Haare wurden hochgesteckt und von einem rotem Band umwickelt, als Ohrringe trug ich rote Sterne. Außerdem fand ich, nach ewigem Wühlen, noch einen roten Lackgürtel mit einer Schleife, der eigentlich zu einem Kleid gehörte, aber super zu meinem Silvesteroutfit passte. Blanche trug eine graue Hose und ein schwarzes T-Shirt von Francoise, welches ihre Schultern frei ließ. Dazu eine rote Korallenkette und in ihrem Dutt einen roten Stift. Außerdem lackierte ich ihr noch die Fingernägel rot, worüber sie sich sehr freute. So stolzierten wir also durch die Wohnung und freuten uns, wie die Könige über die vielen Komplimente. Bald kamen Regine und Didier und dann begann das größte und längste Essen meines Lebens. Ich will mal versuchen mich an alle einzelnen Gänge zu erinnern.
Also wir begannen mit einem Aperetif an dem man wahlweise Brotschreiben mit einer Oliven-Schafskäse-Schnittlauch-Creme essen konnte oder Schinken-Käsespieße oder kleine Torten mit Fischsfüllung oder eine andere französische Spezialität, die ein bisschen wie Pastete ist nur am Rand von Teig ummantelt. Es ging dann weiter mit Gang 2 der eine typische Silvesterentenpastete und geröstet Weißbrot auf den Tisch brachte. Der nächste Gang bestand aus einem Crêpearitgem Gepäck mit Lachsstreifen und einer dazu passenden Soße. Köstlich, aber schon in diesem Stadium des Essen mochte ich nur mit Übelkeit daran denken, dass wir noch nicht beim Hauptgang waren. Es war mir völlig unerklärlich, wie ich den noch runter bekommen sollte, hatte ich doch schon Entenpastete zurück legen müssen, weil ich einfach nciht mehr konnte und danach hatte ich mir noch den Lachs reingequält. Es ging dann aber wirklich ohne Essen-sacken-lassen-Pause weiter und der Hauptgang wurde aufgetischt. Es war super lecker Lammbraten mit Kartoffeln mit Oliven und Paprikastückchen. Da war das erste Mal außerdem, dass die Stimmung ein bisschen sackte, weil Francoise die Paprikakartoffeln aufs Fleisch gegeben hatte und Almi sich nun weigerte das Fleisch zu essen. Dadurch wurde ihre Laune ein bisschen getrübt, da sich ihr Hauptgang nun auf Kartoffeln beschränkte, die ihr Francoise vorsorglich zur Seite gelegt hatte und ohne Paprika zubereitet. Na ja, dass gab sich aber wieder und es ging munter weiter mit Käse und Baguette. Ich dachte wirklich ich muss platzen, aber ich wollte mir auch nicht erlauben unhöflich zu sein. Das ganze Essen wurde von Champagner oder wahlweise Orangina, einer Brause, begleitet. Nach dem Käse gab es dann endlich die ersehnte Esspause und machte nur, dass ich mich schnell aufs Sofa hiefte. Dort blieb ich dann auch tatsächlich liegen, den Gürtel um ein Loch vergrößert und mit einem Bauch, der wohl eher auf das verschlingen einer ganzen Wassermelone schloss. Wir spielten dann wieder das “Buzz”Spiel von Almi am Fernseher bei dem didier haushoch gewann und stießen anschließend auf das neue Jahr an. Das war jetzt der Part der mich ein bisschen überraschte. Wir waren gerade mitten im Spielen, als Francoise plötzlich sagte, ah, es ist schon 5 nach 12. Also, alles gute zum neuen Jahr. Dann gab es ca. 50 000 Küsschen, weil zu Silvester küsste man auf jede Wange 12 Mal und dann war auch schon fertig mit dem Feiern. Keiner schoß irgendwie Raketen oder Böller und es wurde auch nicht Rückwärts gezählt. Im Gegenteil das Neue Jahr wurde verpasst und ziemlich passiv empfangen. Dummerweise versank ich dann auch noch schrecklich im Selbstmitleid, musste an meine Familie denken und ein bisschen Weinen. Ungeheur Peinlich, gab es ja keinen richtigen Grund. Später kamen dann noch Freunde von Francoise vorbei Lydia, Jean-Marc und eine Engländerin, die auch schrecklich heulte. Muss wohl so sein, wenn man im Ausland ist. Jean-Marc war schrecklich betrunken, redete total den Unsinn, ließ Lydia immer wieder peinlich berührt erröten, zwickte die Katze und besetzte dann für den Rest des Abends die Toilette. Lydia war das wirklich schrecklich peinlich und sie betonte nur immer wieder, wie froh sie doch sei, dass wir Jean-Marc auch im anderem Zustand kennen. Die 3 hatten außerdem wieder so einen Weihnachtskuchen mitgebracht, den man aber nciht mehr erkennen konnte, weil Jean-Marc sich drauf gesetzt hatte. Schon bevor sie zu uns gekommen waren. Na ja, trotzdem hat er gut geschmeckt. Von Regine und Didier habe ich außerdem ein Buch über den 8.Dezember bekommen, worüber ich mich irre gefreut habe, weil ich euch so besser die Bilder zeigen kann und selbst ein bisschen mehr über die Geschichte erfahren.
Am Ende habe ich mir noch schnell den Sektkorken, als Andenken gekrallt und mich ins Bett gemacht. Das war so um halb 3.

Back at Lyon
30 Dezember 2007
Nachdem das Reiten Gestern ja so in die Hose gegangen war, machten Blanche und ich uns heute früher auf um Night zu suchen. Wir mussten Pierre auf jeden Fall zuvorkommen und wir hatte auch Glück und fanden Night gleich auf der Koppel. Frisch und munter, um von uns geritten zu werden. Das Wetter war ziemlich mies, kalt, grau und ein bisschen regnerisch. Also, es regnete nicht wirklich, aber es war so ein mieses Grau, dass man das Gefühl hatte den Regen auf der Haut zu spüren. Night war zum Glück nciht sehr schmutzig und so konnte ich mich bald, als Erste, in den Sattel schwingen. Leider hatte Night überhaupt keine Lust zu Laufen. Er hatte vielleicht nur frisch und munter ausgesehen, aber ich musste ihn schrecklich Treiben und er hört überhaupt nicht zu. Er war im Gegenteil schrecklich unwillig, wollte nciht in die Ecken gehen und ich sah schon richtig in seinem Pferdehirn die Gedanken kreisen, wo er mich als nächstes Abstreifen könnte. Es macht überhaupt keinen Spaß und nach 15 Minuten überließ ich ihn Blanche. Dazu waren nämlich noch Aure und Jennifer auf den Reitplatz gekommen und weil ich die frnazösischen Bahnregeln nicht beherrsche konnte ich keine vernünftige Figur reiten ohne Jemanden zu stören. Noch dazu depriemirend war, dass Aure und Jennifer unglaublich gut reiten und die Pferde eifach nur perfekt liefen. Schrecklich depriemirend. Ich sah dann Blanche noch ein bisschen zu und machte mich dann auf, wieder ins Haus zu gehen. Kaum war ich zur Tür herein, traf ich Marion, die einen schrecklich kitschigen unlogischen Bollywoodfilm sah. Das íst nämlich das Praktische am Haus von Blaise. Wenn man zur Tür will, muss man erst einmal am riesigen runden Wohnzimmerfenster vorbei, hinter dem das Sofa und Fernseher stehen. So kann man immer gleich sehen, ob was läuft, was einen interessiert. Wer jetzt mit Bollywood nciht so vertraut ist, kommt hier die Erklärung. Wie bestimmt schon aufgefallen ist, ist der Name Bollywood eine Anlehnung an Hollywood. Das indische Hollywood, denn die Bollywoodfilme spielen alle in Indien. Das sind dann meisten sehr tragische und romantische Filme. Gekennzeichnet sid sie außerdem durch ihre Buntheit und die vielen Tanz und Gesangseinlagen. Beliebt sind auch irre bunte und fröhliche Hochzeiten zu zeigen. In dem Film von Marion waren es gleich 5. Na ja, und die Geschichten sind meistens ein Mann und eine Frau, die sich über alles lieben, aber aus bestimmten Gründen nicht zusammen sein können, wie arm/reich, Religionsunterschiede, Eltern sind nicht einverstanden. Die Tragik zieht sich über 3-4 Stunden hin und am Ende kommen sie zusammen oder eben nicht. In dem Film von Marion sind sie zum Glück zusammen gekommen, aber davor mussten sie ganz schön traurig trällern.
Später am Nachmittag dann sind wir nach Lyon gefahren, weil wir den Rest der Ferien bei Francoise verbringen werden. Vorher aber schauten wir kurz bei Coco und George herein. Dort aßen wir eine ziemlich typische Weihnachtsspezialität: die Galette du roi. ( der Kuchen der Könige). Damit hatte es folgendes auf sich. In der Galette, einem Blätterteigartigem zuckersüßen Kuchen, waren 2 Plastikfiguren versteckt, jeweils Heilige aus dem Krippenspiel. Ein Kind musste sich nun unter dem Tisch verstecken und der Kucheverteiler rief immer: Für wen? Dann antwortete das Kind unter dem Tisch zum Beispiel: Für Blanche/Coco/Mich/Beatrice etc. So war gesichert, dass die Stücken nicht mit Absicht an Jemanden gegeben wurden. Die Beiden die nun eine Plastikfigur in ihrem Stück fanden, waren der König und die Königin des Tages und bekamen beide eine Plastikkrone. An dem Tag waren es Alma und Beatrice, die die Könige waren und Alma hatte sich außerdem vorher unter dem Tisch verstecken müssen.
Bei Francoise dann erwarteten uns weitere Geschenke. In Frankreich ist es Brauch, Schuhe unter den Baum zu stellen und dann kommt die Weihnachtsmaus und bringt die Geschenke. In Almas Schuh fiel ein Playstationspiel. Es heißt Buzz und ist eine Quizesendung. Alle Spieler positionieren sich also vor dem Fernsehr, suchen sich eine Figur aus und bekommen eine Fernbedienung mit einem roten runden Buzzknopf, sowie 4 Balken in blau, grün, gelb und orange. Die Fragen werden gestellt und so schnell, wie möglich muss man dann auf den Farbknopf drücken mit dem auch die richtige Antwort hinterlegt ist. Dann gibt es natürlich verschiedene Disziplinen, wo man besonders schnell sein muss oder einen Fragenbereich aussuchen kann. Wirklich toll das Spiel. Blanche bekam ein Buch und ich. Ja, ich bekam eine wunderschöne Kette, die ich mir schon ewig kaufen wollte und von der Francoise durch Zufall gehört hatte, dass ich sie mir kaufen wollte. Ich fand sie dann, aber letztens nicht mehr im Laden, dafür aber in meinem Geschenk. Ich konnte mich vor Freude kaum einkriegen und Francoise war sehr zufrieden, dass ich mich so freute. Die Kette ist nämlich etwas ganz besonders. Statt Perlen sind lauter Minimatroschkas aufgefädelt. Wunderschön und ganz besonders.


Audrey Hepburn
29 Dezember 2007
Heute haben wir den Tag ziemlich vergeigt und Schuld daran ist Audrey Hepburn.
Beatrice hat zu Weihnachten eine Audrey Hepburncollection bekommen, die 4 Filme beinhaltet. Unter anderem ist dabei Frühstück bei Tiffany, Sabrina, ein Herz und eine Krone UND Krieg und Frieden. Nun, dieser Film wurde unser Verhängnis, denn wir begannen ihn am Vormittag zu gucken ohne darauf zu achten, dass er 3 1/2 Stunden ging. Bah, zwischen durch haben wir noch Mittag gegessen und den Film dann so gegen 3 beendet. Welche Verschwendung. Das Schlimme daran ist nämlich, dass er dabei schrecklich langweilig war. Er handelte in der Zeit um Napoleon und spielte im Krieg Rußland-Frankreich. Er war schrecklich klischeehaft, denn alle russichen Personen zum Beispiel hießen Natascha oder Wladimir. Außerdem spielte Audrey eine junge Baronin, die sich in einen Prinzen verliebt, der geht dann in den Krieg und sie will auf ihn warten. Leider kommt dann ein hübscher Soldat vorbei mit dem sie durchbrennen will, ihre Freundin hindert sie daran und zum Glück kommt dann bald ein Freund, der den Soldaten vertreibt. Der Freund macht ihr dann auch einen Antrag, den sie aber ablehtn. Auf der Flucht vor Napoleon trifft sie den Prinzen schwer verwundet wieder und bittet ihn um Verzeihung. Bis zu seinem Tode bleibt sie bei ihm, was ungefähr eine Stunde am-Bett-sitz-Szene macht und als er dann Tod ist, kommt der Freund wieder und sie heiratet ihn glücklich. So unlogisch und erschreckend, wie sie zwishcen den Männern hin und her springt. Drum herum außerdem noch unglaubwürdige Kriegsszenen, die tragisch sein sollen, wie Massenerschießungen, aber einfach nur lang und schlecht sind. Trotzdem konnte man den Film auch nicht in der Mitte abbrechen, weil man ja wissen musste, welche Mann sie dann am Ende heiratet. Na ja, obwohl ich hätte schon früher aufgehört, aber Blanche wollte ihn gerne zu Ende sehen und als er dann endlich fertig war, war die wunderbare Sonne, die die ganze Zeit geschienen hatte, weg und außerdem hatte Pierre Night geholt. Wir hätten so schön reiten können, aber nun plante Pierre einen Ausritt mit ein paar Kumpels und dazu nahm er sich Night mit. Wir sollten in 1 Stunde und einer halben nochmal gucken kommen, ob er schon zurück ist und dann könnten wir vielleicht reiten. Na ja, welch ein Reinfall. Natürlich war es dann schon dunkel und Night hätte sowieso keine Lust gehabt.
Le diable s’habille en Prada ( Der Teufel trägt Prada) ^^
28 Dezember 2007
Ein bisschen hatte ich dann doch Angst gehabt melancholisch in Weihnachtserinnerungen zu versinken und mich ein bisschen im Selbstmitleid zu baden. Heimweh kommt ja so schnell, aber zum Glück fand ich heute nicht viel Zeit überhaupt an zu Hause zu denken. Ich hatte mich gerade aus dem Bett gezwungen, als Beatrice frisch und munter ( sie ist immer frisch und munter auch morgens um 6) die Treppe heraufkam und mich fragte, ob ich mit nach Lyon komme ein bisschen einkaufen. Natürlich wollte ich gern, weil was sollte ich sonst hier groß machen und außerdem hoffte ich, mir bei der Gelegenh eit endlich Winterstiefel kaufen zu können. Also fuhren wir los, fast alle Frauen ( außer Almi, die lieber mit Theo und seinem Cousin am Computer spielte) im kleinem weißen Auto von Beatrice. Es war eine lustige Fahrt, denn wie fast immer sangen sie aus vollem Halse alte Schlager, Disneylieder, die neusten Hits und verblüfften mich mal wieder, was sie alles auswenig singen konnten. Das finde ich wirklich toll an Beatrice und Co., dass sie so locker sind, Probleme mit ihrer guten Laune umrunden oder im Keim ersticken. Anders sind und stolz darauf. Enthusiastisch im Auto schief singen und sich nichts daraus machen, sondern an der guten Atmosphäre erfreuen. Das Marion immer Auto fahren darf und alle ganz geduldig bleiben, wenn wir mit 50 km/h über die Autobahn kriechen und das ihr, als Fahranfängerin überhaupt jeder gerne sein Auto zum Üben gibt. Na ja, so viel also zu den Charaktären des, in St Symphorien ansäßigen, Adilonschen Familienzweig. In Lyon angekommen wandelten wir die Rue de la Republique hinab und blieben gleich in einem Schuhgeschäft hängen. Marion wollte sich von ihrem Weihnachtsgeld Hackenschuhe kaufen und davon gab es in dem Laden wirklich mehr als genug und außerdem was für welche!!! Da gabe es welche mit riesigen Hacken, in den schrillsten Farben, mit Schleifen oder Glitzer, kariert oder gepunktet, knallig oder dezent. Es war bunt, wie im Paradies und Blanche und ich stürzten uns sofort auf jeweils ganz ausgefallene, um sie an zu probieren. Blanches hatten bestimmt einen Absatz von 10 cm waren grün kariert und hatten vorne auf der eine großes blaue Schleife. Meine waren bestimmt nicht weniger hoch im Leopardenlook und behängt mit völlig unnötigen goldenen Kettchen. So stolzierten wir durch den Laden, wankend, wie ein Ozeandampfer und genauso elegant, wie ein Elefant, der sich durch einen Urwald pflügt, aber was haben wir gelacht. Es ist so ein seltsames Gefühl mit den schuhen zu laufen, kann man ja schließlich nicht auf dem Hacken abrollen und man ist so groß. Später endeckte ich noch knallrote Hackenschuhe. Sie waren schon weniger hoch und der Hacken auch etwas dicker, dafür aber in der Farbe, des glasierten Weihnachtsapfels, denn man auf allen Märkten zur Weihnachtszeit kaufen kann. Ich fand sie wunderschön, obwohl sie innen UND außen natürlich absolut plastik waren. ( Wie ihr bestimmt schon gemerkt habt, waren wir nicht im teuersten Schuhgeschäft Lyons) Beatrice fand sie ebenso umwerfend und weil ich sie mir nicht kaufen wollte, schlug sie kurzerhand zu und schwupps war ich im Besizt dieser Schuhe. Blanche hat dann fast die Gleichen bekommen, wie ich und so haben wir am Abend schön die Eltern und Großeltern geschockt.
Zurück im Blanchie-Land
27 Dezember 2007
Ach, ein bisschen hat mir heute schon das Herz geschmerzt, als ich meiner Familie zum letzten Mal am Flughafen zuwinkte und mich dann schwitzend ( es hatten nicht alle Pullis in den Koffer gepasst) in Richtung Flugzeug bewegte. Ich war ein Bonbon, vielleicht sauer, hoffentlich süß, von dem meine Familie mal kurz kosten durfte bevor ich wieder in die Tüte gepackt wurde.
Die letzten Tage waren seltsam für mich. Alles erschien mir so falsch. Alltägliche Dinge waren mir plötzlich fremd und ungewohnt und sowieso saß mir ständig der Gedanke im Nacken, dass ich mich gar nicht groß an etwas gewöhnen brauchte, weil ich eh gleich wieder abfahre. Es war seltsam mit der S-Bahn zu fahren und die Bahnhöfe, die hier so anders sind als in Frankreich zu sehen. Es war komisch meine Familie zu betrachten, die sich inzwischen so gut gelebt hatte ohne mich und an ihren kleinen mechanischen Handlungen nicht teil zu nehmen, weil sie mir nicht bekannt waren.
Nun ja. Jetzt sitze ich wieder im Flieger und denke recht fröhlich an die vergangenen Weihnachtstage zurück. Um ganz ehrlich zu sein, habe ich keine große Lust wieder in Frankreich zu wohnen. Meine Zeit bei der Familie erscheint mir jetzt doch viel zu kurz und echte Familie gegen Gastfamilie ist sowieso kein guter Tausch. Obwohl natürlich alle immer nett sind in Frankreich wird man doch anders behandelt und man bekommt schon mit, dass man ja kein wirkliches Kind ist und weniger geliebt wird.
Ich wohne jetzt bis Sonntag wieder in St Symphorien und bin deshalb von Beatrice und Marion abgeholt worden. Ich hatte ca. 10 Minuten Zeit in Villeurbanne in die Wohnung zu stürmen, den Koffer um zu packen und dann wieder ins Auto zu steigen und auf s Land zu brausen. Dort waren noch alle in guter Weihnachtsstimmung. Keiner war dazu gekommen die Reste des Weihnachtsessens zu beseitigen, das Buffet war noch aufgebaut und in der Ecke stand auch noch der Weihnachtsbaum. Ich überreichte jedem die mitgebrachten Geschenke und bekam selbst ein wunderschönes rotes Notizbuch mit Filzkugeln in der Mitte aufgeklebt.
PS: Alle meine Geschenke, die ich Weihnachten in Frankreich bekommen habe, könnt ihr in meinem Fotoalbum ansehen.

Noch … Tage
21 Dezember 2007

Meine Musik
20 Dezember 2007
Hier ein Video, in welchem kurz meine Gymnastikmusik gespielt wird. Das Hundevideo müsst ihr euch ja nicht ansehen. Meine Musik beginnt genau an der Stelle, wo der Hund auftaucht und endet, wenn der Hund dann endlich die Corn flakes gegessen hat. Ich hoffe sie gefällt euch.
Noch … Tage
20 Dezember 2007

Nach langer Zeit …
19 Dezember 2007
… mal wieder ein paar Sätzchen über meinen Sportlehrer. Vielleicht hatte ich das schon vorher mal erwähnt, aber mei Sportlehrer hat in der Turnhalle einen Bambusstock gefunden. Warum auch immer der da lag, versetzt er nun die Schüler in Angst und Schrecken. Neuerdings wird ordentlich mitgeturn und jeder ist ganz fleißig, denn wird nicht gespurt ( und das ist jetzt kein Scherz) gibt es was mit dem Bambusstock. Ja, ich stimme dem zu, dass das Verprügeln von Schülern eigentlich abgeschafft wurde, aber der Sportlehrer meint es ja auch nicht ernst. Es ist nur sein Humor und ER lacht dabei auch immer ganz fröhlich. Manchmal knallt es ziemlich heftig, wenn zum Beispiel Fabian auf dem Po getroffen wird, aber es ist ja nur ein Scherz. Pierre – Alain ist dann heute doch ein bisschen das Lachen vergangen, als der Lehrer so doll zugeschlagen hat, dass der Stock durchgebrochen ist. Natürlich hat der Lehrer nicht vorsätzlich so fest zugeschlagen, aber wenn man spielt, dann passiert so etwas ja bekanntlich schnell. Und dass der Ellenbogen von Pierre – Alain jetzt dick, wie ein Osterei ist, konnte ja auch keiner wissen. Alles nur ein Spiel.
Noch … Tage
19 Dezember 2007
